Sylter Sailing Week – Tourist Open – Ein Erfahrungsbericht

Ein Erlebnisbericht von Ann-Kathrin Wesemann, (mutige) Auszubildende zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit beim Insel Sylt Tourismus-Service

UTrapez Sylter Sailing Week 300x168 Sylter Sailing Week – Tourist Open   Ein Erfahrungsberichtnbedingt wollte ich bei den Tourist Open dabei sein, auch wenn ich keine Ahnung hatte, was mich dabei erwarten würde. Der Tag begann für mich zunächst mit gemischten Gefühlen, von sehr großem Respekt vor dem Sport bis hin zu Vorfreude war alles dabei. Da ich bis dato noch nie irgendeine Form von Wassersport gemacht habe, muss ich zugeben, war ich ziemlich nervös.
Nach dem willkommen heißen und Kennenlernen der anderen Teilnehmer wurden wir den verschiedenen Teams zugeteilt, insgesamt gab es 7. Ich hatte Glück – ich durfte mit dem amtierenden dänischen Weltmeister fahren, Daniel Björnholt. Bevor wir aufs Wasser konnten, erklärte mir Daniel kurz meine genaue Aufgabe. Ich sollte das „Vorschoten“ übernehmen. Das heißt konkret: Ich sollte das Vorsegel das Catamarans auf ein Zeichen hin von der einen Seite auf die andere Seite bewegen und das mithilfe der Schoten – also der Seile.  Nach einem ersten, wirklich genialen Probelauf wurden uns in einem Skippers Meeting die Regeln für den Wettkampf erklärt. Bei Startschuss mussten wir zum „Cat“ (Catamaran) rennen, diesen schnell ins Wasser bringen, zur sogenannten „Bubble“, einer Boje, die draußen im Meer verankert war, fahren, einmal drum herum, zurück an Land und zum Schluss zur zweiten „Bubble“ an Land sprinten.

Hört sich easy an – na, dann mal los

Im Gegensatz zu dem vergleichsweise entspannten Probelauf gab es direkt beim Start Schwierigkeiten … Ich hatte wohl irgendwie unterschätzt, wie tief plötzlich das Wasser wird und welche Kraft man dann benötigt, um sich auf den “Cat“ zu ziehen. Egal wie – es klappte einfach nicht! Nur mit Unterstützung von Daniel und den Helfern vom DLRG hab ich es dann geschafft. Peinlich! Und schon mal super Bedingungen für den Start in den Wettkampf :). Aber hilft nix, der Wettkampf muss weiter gehen. So schlecht der Start auch war, es ging super weiter! Nachdem wir die erste „Bubble“ erreicht und umrundet hatten, ging es so schnell wie möglich zurück Richtung Land

Soweit so gut, alles im Griff und dann kam das TrapezTrapez Sylter Sailing Week 2017 300x168 Sylter Sailing Week – Tourist Open   Ein Erfahrungsbericht

Um das kurz zu erklären: Wenn beide Segler „ins Trapez“ gehen, sich also mit spezieller Sicherung aus dem Catamaran raushängen, gewinnt man an Geschwindigkeit. Aber raushängen aus einem Catamaran, mit null Vorwissen, schon eine taffe Herausforderung. Aber gut, wenn man schon Mal bei so etwas dabei sein darf, dann auch mit vollem Einsatz.
Also hab ich erst einmal versucht, meine Sicherung einzuhängen. Das dauerte aber viel zu lange. Meine Chance verstrich und wir mussten schnell wieder die Richtung der Segel wechseln. Zweiter Versuch und es hat geklappt. Wow, wirklich unbeschreiblich – das Gefühl, wenn man an einem Seil über dem Wasser hängt und die Geschwindigkeit spürt, der Wind ins Gesicht bläst und man die Küste von weitem sieht. Doch wieder in den Catamaran reinkommen – das war eine ganz andere Sache, aber trotz Anlaufschwierigkeiten hab ich es – zugegeben nur mit Hilfe von Daniel – auch wieder zurück ins Cat geschafft. Definitiv wurde es auch Daniel während der Fahrt nicht langweilig mit mir.
Wieder an Land, brachten wir den Cat so schnell wie möglich hoch zum Strand, ich hechtete heraus und rannte zur „Bubble“ und was soll ich sagen – trotz meiner Patzer schafften wir tatsächlich Platz 2 der Tourist Open!

Mein Resümee

Alles in allem kann ich gar nicht sagen, was mich am meisten beeindruckt hat: die Aussicht vom Catamaran, die Action auf dem Wasser, die damit einhergehende Atmosphäre oder einfach die coole Stimmung. Vielen Dank auf jeden Fall an die Organisatoren Willi Trautmann und Jens Hannemann, sowie an Daniel Björnholt, den ich auf diesen Trip begleiten durfte. Auf jeden Fall kann ich das Event weiterempfehlen! Wirklich alles war einmalig – definitiv ein persönliches Highlight 2017.

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Veröffentlicht unter AKTIV, SPORT