Seehund? Robbe? Und was ist der Unterschied?

Laura und Kathrin, die zwei Festland-Mädels auf Sylt-Erkundungstour: Heute bekommen die beiden eine Nachhilfe-Stunde in Sachen Meeres-Getier. Und nein, die Rede ist hier nicht von Fisch, Krabbe & Co. Es geht vielmehr um Seehunde und Robben …

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Panorama-Bild: Hier, vor Hörnum, ziehen die Kegelrobben ihre Kinder groß und entspannen in der Sonne.

Kegelrobben: Gemütlich aussehende Raubtiere

Auf den Sandbänken vor Hörnum tummeln sie sich zuhauf: Hier hat eine Kegelrobben-Kolonie ihr “Hauptquartier” gefunden. Die gemütlich aussehenden Gesellen mit den dunklen Kulleraugen lassen sich hier die Sonne auf den Bauch scheinen – und ziehen ihren Nachwuchs groß. So friedlich sie auch aussehen: Kegelrobben sind die größten freilebenden Raubtiere in Deutschland!

Doch: Wer die Robben in Ruhe lässt, der hat nichts zu befürchten. Ihre Leibspeise schwimmt schließlich im Meer. Bei bis zu 20 Minuten dauernden Tauchgängen erreichen die Kegelrobben Tiefen von 140 Metern. Etwa zehn Kilo Fisch benötigt ein ausgewachsenes Exemplar täglich um satt zu werden. Ob Lachse, Dorsch, Hering, Makrele oder Schollen – wirklich wählerisch sind die Säugetiere nicht.

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Spitzer Kopf? Dann handelt es sich um eine Kegelrobbe.

Torpedos: An Land behäbig, im Wasser extrem schnell

Von den Seehunden, die ebenfalls in der Nordsee zu finden sind, unterscheiden sich die Robben durch ihre weitaus massigere Statur. Während Seehunde klein und schlank sind (ca. 100-150 Kilo) und einen rundlichen Kopf haben, sind die Kegelrobben mit 150 bis 200 Kilo (manche Männchen bringen es sogar auf bis zu 300 Kilo!) deutlich schwerer und zeichnen sich durch einen eher spitz zulaufenden Kopf aus. Ihre Körper erinnern an Torpedos – diese Form sorgt dafür, dass sie an Land eher schwerfällig wirken, im Wasser allerdings bewegen sie sich dank des geringen Strömungswiderstandes extrem schnell.

Kegelrobben werden bis zu 35 Jahre alt.

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Wer eine Robbe am Strand entdeckt, der lässt sie am besten in Ruhe.

Bitte nicht anfassen!

Ab und an verirrt sich auf Sylt eine Robbe auch mal an den Strand. Dann ist es wichtig, Abstand zu halten und die Schutzstation Wattenmeer zu informieren: Tel. 04651/ 88 10 93. Die Experten kümmern sich dann um das Tier. Auch Jungtiere sollten auf gar keinen Fall angefasst oder von Schaulustigen umringt werden. Riecht das Jungtier nämlich nach Mensch, so wird es von seiner Mutter nicht mehr angenommen.

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Kathrin

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