Naturparadies auf Sylt: Der Ellenbogen

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Draußen in der Natur, hier am Ellenbogen, bekommen selbst Gestresste den Kopf frei.

Ganz Sylt ist ein einziges Naturparadies, schließlich steht ein gutes Drittel der Nordseeinsel unter Naturschutz. Das Wattenmeer, das Rantumbecken, die Dünen und Kliffe – all das macht Sylt zu einem einzigartigen Fleckchen Erde. Ganz oben im Norden der Insel ist der Ellenbogen – das ist nicht nur der nördlichste Teil der Insel, sondern gar der nördlichste Teil Schleswig-Holsteins und Deutschlands! „Der schönste Teil der Insel“, sagen einige, die schon dort waren. Aber warum? Werfen wir doch einen Blick auf den langen Arm von Sylt, der nur an eine Straße angebunden ist!

Die eindrucksvollsten Dünen der Insel sind im Norden

Nahezu die gesamte Fläche des Listlandes im Norden Sylts steht unter Naturschutz. Der Grund hierfür ist die letzte verbliebene Wanderdüne der Insel. Wo Sylt bis zum 19. Jahrhundert landschaftlich noch maßgeblich von den wandernden Dünen bestimmt wurde, bleibt heute nur noch eine einzige. Alle anderen sind durch Bepflanzungen an Ort und Stelle „verankert“. Bis zu zehn Meter pro Jahr bewegt der Wind die Wanderdüne am Ellenbogen. Die gigantischen Sandberge sind ein Anblick, der sich so nur hier bietet. Kein Wunder also, dass das Betreten verboten ist. Ausgenommen sind die vorgegebenen Wanderwege, auf denen ihr die atemberaubende Dünenlandschaft bestaunen könnt.

Riesiges Schutzgebiet auf Sylt – ein Paradies für Vögel

Nicht nur zählen die größten Teile des Ellenbogens zum Naturschutzgebiet Nord-Sylt, weitere zählen zum Vogelschutzgebiet des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeers. Zwischen Ellenbogen und dem Lister Hafen erstreckt sich die Wattfläche Königshafen. Darin befindet sich auch die kleine Vogelschutzinsel Uthörn – ein von Menschen völlig unberührtes Idyll, das nicht betreten werden darf und somit allein den teils seltenen und geschützten Bewohnern der Lüfte gehört. Nur mit ausdrücklicher Genehmigung ist das Betreten erlaubt und dann über das seichte Watt zu Fuß erreichbar. Aber auch aus der Ferne kann man je nach Saison Uferschnepfe und Rohrweihe, Austernfischer, Seeschwalben und Rotschenkel oder Alken, Kornweihen und Raubmöwen bewundern.

Und was kann man am Ellenbogen alles machen?

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Führt Schiffe sicher durchs Lister tief und ist Deutschlands nördlichstes Gebäude: Der Leuchtturm List Ost am Ellenbogen.

Der Teil der Insel, welcher noch den Erben des ursprünglichen Listlandes gehört und zu dem nur eine für Fahrzeuge mautpflichtige Privatstraße führt, zählt zu den ruhigsten Flecken Sylts. Das bedeutet aber nicht, dass es hier nicht Einiges zu sehen und zu tun gibt – im Gegenteil! Wassersport-Fans finden direkt an der Straße die Kite-Schule Sylt.  Nicht weit entfernt steht auch das nördlichste Bauwerk Deutschlands: Das Leuchtfeuer List-Ost. Es gibt hier aber nicht nur einen, sondern gleich zwei Leuchttürme: Der Leuchtturm List-West ist nicht weit entfernt. Wanderer und Fotografen finden hier dank der ursprünglichen Natur ihr Paradies und sollten unbedingt für genügend Platz auf der Speicherkarte ihrer Kamera sorgen. Gemütlich lässt es sich von einem Leuchtturm zum nächsten Spazieren, während ihr die Landschaft genießt. Schön! Dass das Landschaftspanorama auch cineastische Qualitäten birgt, bewies Roman Polanski, der hier Szenen für den Politthriller „Der Ghostwriter“ drehte. Möchtet ihr viel Zeit auf dem Ellenbogen verbringen, zum Entspannen, Spazieren und Bewundern, könnt ihr euch auch gleich in einer der Ferienwohnungen auf Sylt einquartieren. So oder so, ein Besuch am Ellenbogen lohnt sich auf jeden Fall!

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Veröffentlicht unter AKTIV, ALLGEMEIN, NATUR