Make-up-Workshop – Ein Erfahrungsbericht von Bettina Dethloff

Ein Workshop für die Schönheit

Mit einem geschickten Make-up kann man kleine Schwächen kaschieren und Stärken betonen. Wenn man denn weiß, wie es richtig funktioniert.
So manche Dame geht recht farblos durch das Leben, anstatt ihre ganz persönliche Schönheit (und die hat ja bekanntlich jede Frau) zu unterstreichen. Anderen wird nachgesagt, sie sähen aus wie ein lebendig gewordener bunter Tuschkasten, und das ist ja nun auch kein Kompliment.

Wer lernen möchte, wie man seinen eigenen Typ wirkungsvoll zur Geltung bringt, sollte daher den Make-up Workshop im Syltness Center in Westerland besuchen.
So wie ich, allerdings mit dem Hintergrund einer authentischen Berichterstattung.
Einen Tag zuvor hatte ich allerdings noch ein kleines „Shocking-Erlebnis“: Ich sollte zum Einzelcoaching und hatte somit kein Modell als Fotomotiv, sondern musste diesmal auf die andere Seite der Kamera rücken. Hier musste ich ein paar Mal lesen, bevor ich wusste was und wie es gemeint ist!!!

Make Up Arbeitsfoto Make up Workshop   Ein Erfahrungsbericht von Bettina Dethloff

Valesca Deppe in Aktion während des Workshops

Die erste Klappe fällt: Mitwirkende Personen (außer mir): Valesca Deppe, Auszubildende Kauffrau für Tourismus & Freizeit des Insel Sylt Tourismus-Service, zuständig für die Fotos. Carola Basteck – staatlich geprüfte Kosmetikerin und Make-up-Beraterin. Beide tun mir jetzt schon leid.
Der schwerste Part kommt dann auch zuerst: Ein Vorher- Foto. Ungeschminkt und von nah dran, ich finde das schon ziemlich fies… Valesca knipst gnadenlos, bis sie verkündet: „Das ist jetzt aber gut.“

Make Up Vorher Foto Make up Workshop   Ein Erfahrungsbericht von Bettina Dethloff

Bettina Dethloff vor dem Make-up-Workshop

Dann schreitet Carola Basteck ans Werk, erklärt mir fröhlich den Ablauf und greift zur Grundierung. Knapp eineinhalb Stunden würden wir beschäftigt sein und ich denke: Über eine Stunde? Was will sie denn sooo lange mit mir machen? Ich möchte schließlich nicht in die Tuschkasten-Kategorie fallen.
„Wir machen ein natürliches Tages-Make-up“, verspricht sie, als könne sie Gedanken lesen und verteilt währenddessen schon mal die Grundierung geschickt auf meinem Gesicht. Genauer gesagt, auf einer Gesichtshälfte, die andere muss ich später selbst gestalten.

Schminkutensilien Make up Workshop   Ein Erfahrungsbericht von Bettina Dethloff

Die zahlreichen Schminkutensilien im Syltness Center

Make-up trägt man am besten mit einem großen Pinsel auf, den Concealer (Aufheller) mit einem kleineren. Letzterer verdeckt Rötungen und meine Müdigkeitsbedingten Augenschatten, so erklärt man mir. Die sind mir vorher gar nicht so aufgefallen, jetzt aber rückt alles gnadenlos ins Licht. Der Augenbrauenstift, welchen die Schönheitsexpertin nur ganz dezent aufträgt, entlockt zustimmendes Gemurmel von Valesca und mir gleichermaßen. Lidschatten und Eyeliner finde ich dagegen zunächst recht gewöhnungsbedürftig, diese beiden sind mir ja auch eher fremd. Doch als dann der Mund noch betont wird, Wimperntusche, Rouge und Puder aufgetragen werden, da passt es wieder alles. „Sieht toll aus“, kommentiert Valesca, welche das Geschehen aufmerksam verfolgt und munter fotografiert.

Nun bin ich an der Reihe und mir ist absolut klar: Das wird nicht einfach. Ich vergesse, den Rouge-Pinsel abzuklopfen, was beim Auftragen für einen Clown-Effekt sorgt, und auch die Make-up-Pinsel funktionierten in Carolas Händen deutlich besser als in meinen. Doch unter Anleitung der Kosmetikerin und ein bisschen Korrektur mit einem angefeuchteten Q-Tipp sehen am Ende tatsächlich beide Seiten gleich aus und wir schreiten zum Nachher-Foto.

Make Up Nachher Foto Make up Workshop   Ein Erfahrungsbericht von Bettina Dethloff

Bettina Dethloff nach dem Make-up-Workshop

Der Blick in den Spiegel gefällt mir, ich sehe immer noch aus wie ich und nicht wie jemand, der in den Tuschkasten gefallen ist. Der Blick auf die Uhr allerdings erstaunt mich: Wir waren so beschäftigt, allerdings auch mit Fragen und Erklärungen, dass uns die Zeit davon gerannt ist…
Damit ich zu Hause noch den richtigen Ablauf weiß, bekomme ich abschließend ein Face Chart: Das ist ein Blatt mit einer Gesichts-Skizze, auf dem ich kurz mit Buntstiften anzeichnen muss, was und in welcher Reihenfolge aufgetragen wurde. Die Kosmetikerin schreibt noch die Bezeichnungen der Produkte darunter und dann ist es geschafft. Ich bin entlassen.

Als ich Valesca zwecks kopieren der Fotos zum Büro folge, schaut Christine Kühn, Marketing- & PR-Frau des ISTS, vom Computer auf und erklärt, ich dürfe jetzt auf keinen Fall nach Hause, sondern müsse nun erstmal „Gesicht zeigen und flanieren gehen“.
Doch mein eigener Schreibtisch wartet auf mich. Ein paar Stunden später habe ich allerdings noch einen „Außentermin“, wo ich Gelegenheit bekomme, das Workshop-Ergebnis zu präsentieren.
Zu Hause droht mir erst einmal der Generaltest, vor dem ich mich ein wenig fürchte. Mein Sohn kommt nach Hause und der ist immer gnadenlos ehrlich. Ich höre ein lautes „Moin“ und sehe einen Augenblick später in ein erstauntes Gesicht. Und dann… zeigt er mir den gereckten Daumen und meint lässig: „Hey, sieht echt gut aus.“

» Weitere Informationen und Terminvereinbarung zu den Make-up-Workshops im Syltness Center

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Michaela

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